Anstellung für pflegende Angehörige: Erfolgsprojekt wird verlängert

Pflegende Angehörige leisten tagtäglich unschätzbare Arbeit. Sie kümmern sich um ihre Liebsten, oft unter großer körperlicher und psychischer Belastung – und das meist zusätzlich zu Beruf und Familie. Um diese wichtige Arbeit abzusichern, hat die Stadt Graz Anfang 2024 ein Pilotprojekt gestartet: die Anstellung pflegender Angehöriger. Nach einem erfolgreichen ersten Jahr hat der Grazer Gemeinderat beschlossen: Das Projekt wird 2025 fortgesetzt.

Sicherheit für pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige stehen nicht nur vor der Herausforderung, für die Gesundheit ihrer Angehörigen zu sorgen. Häufig kommen auch finanzielle Sorgen hinzu – etwa durch den Verlust eines regulären Arbeitsplatzes oder fehlende soziale Absicherung.

Mit dem Grazer Modell wird diese Lücke geschlossen:

  • Angestellte Angehörige sind kranken- und pensionsversichert.
  • Sie erhalten finanzielle Unterstützung.
  • Sie profitieren von Schulungen und Begleitung durch die Pflegedrehscheibe Graz.

Erste Bilanz: 15 Anstellungen im ersten Jahr

Bereits im Pilotjahr 2024 konnten 15 Angehörige angestellt werden. Sie betreuen Menschen mit schweren Erkrankungen wie Demenz, Multipler Sklerose oder Krebs. Die Pflegedrehscheibe unterstützt sie dabei durch Beratung und praxisnahe Schulungen – für mehr Sicherheit im Pflegealltag.

Bedarf ist groß – Graz geht voran

Klar ist: Der Bedarf an Unterstützung ist deutlich höher. Mit der Fortführung des Projekts zeigt Graz, dass soziale Verantwortung und Fürsorge in dieser Stadt einen hohen Stellenwert haben. Die Stadtregierung hofft, dass das Grazer Erfolgsmodell bald auch auf die gesamte Steiermark ausgeweitet wird – ein wichtiger Schritt für mehr soziale Gerechtigkeit und Sicherheit.

Ein Gewinn für Mensch und Stadt

Das Projekt bringt Entlastung, Absicherung und Wertschätzung für pflegende Angehörige. Gleichzeitig sorgt es dafür, dass Menschen mit schweren Erkrankungen bestmöglich betreut werden.