Nach den überraschenden Streichungen der steirischen Landesregierung hat die Stadt Graz rasch und entschlossen gehandelt und den Weiterbestand der Antidiskriminierungsstelle Steiermark gesichert. Nach dem Wegfall der Landesförderung stellt die Stadt sicher, dass Betroffene von Diskriminierung weiterhin eine verlässliche Anlaufstelle haben.
Mit zusätzlichen finanziellen Mitteln in der Höhe von 85.000 Euro konnte der Mindestbetrieb für das kommende Jahr abgesichert werden. Kündigungen wurden verhindert, Beratung und Unterstützung bleiben aufrecht. Bereits zuvor hatte die Stadt Graz durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten und Infrastruktur maßgeblich dazu beigetragen, den Betrieb trotz schwieriger Rahmenbedingungen zu sichern.
Die Antidiskriminierungsstelle leistet seit 2012 wertvolle Arbeit für den Schutz vor Diskriminierung und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Graz und der gesamten Steiermark. Jährlich wenden sich tausende Menschen mit konkreten Anliegen an die Einrichtung – von Diskriminierung im Alltag bis hin zu Hasspostings im Internet.
Mit ihrem Engagement setzt die Stadt Graz ein klares Zeichen: Der Schutz der Menschenrechte ist keine Frage von Sparpolitik, sondern eine gemeinsame Verantwortung. Gleichzeitig ist klar, dass eine dauerhafte Absicherung dieser wichtigen Einrichtung nur mit einer langfristigen Beteiligung des Landes Steiermark möglich ist.