Die Klimakrise stellt Städte vor neue Herausforderungen. Um Graz gezielt und vorausschauend an den Klimawandel anzupassen, braucht es eine fundierte Datengrundlage. Genau hier setzt das Klimainformationssystem Graz (KIS) an – ein zentrales Instrument für Klimawandelanpassung und nachhaltige Stadtentwicklung.
Klimadaten für heute und morgen
Das KIS sammelt und visualisiert Echtzeitdaten aus zahlreichen Messstellen in Graz und Umgebung – etwa zu Temperatur, Niederschlag oder Hitzeentwicklung. Ergänzt werden diese durch Modellierungen und Prognosen, die zeigen, wie sich das Stadtklima in Zukunft verändern kann. So lassen sich Risiken früh erkennen und Maßnahmen gezielt planen – von Hitzeschutz über Hochwasservorsorge bis zur grünen Stadtplanung.
Grundlage für moderne Stadtplanung
Das Klimainformationssystem hat sich in den vergangenen vier Jahren von einem Pilotprojekt zu einer dauerhaften Einrichtung entwickelt. Es bietet das Potenzial, zur zentralen Entscheidungsgrundlage für Planungen aller Art zu werden – in der Raumplanung, im Verkehr, im Grünraum oder bei Bauprojekten. Datenbasierte Entscheidungen erhöhen die Qualität, Wirksamkeit und Transparenz städtischer Maßnahmen.
Damit das KIS langfristig wirkt, braucht es politische Verantwortung und klare Prioritäten. Nur so ist sichergestellt, dass dieses wichtige Instrument weiterentwickelt und dauerhaft genutzt wird.
Der Nutzen
Für die Stadt ermöglicht das KIS eine bessere, vorausschauende Planung und eine gezielte Anpassung an die Folgen des Klimawandels.
Für die Bürger:innen bedeutet das eine höhere Lebensqualität – durch kühlere Stadträume, bessere Vorsorge bei Extremwetter und eine Stadtentwicklung, die Gesundheit und Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellt.