Weniger Müll beginnt im Alltag. Reparieren statt wegwerfen und Wiederverwenden statt neu kaufen sind zentrale Hebel für Klima- und Ressourcenschutz. Denn Reparatur und Reuse sparen Rohstoffe, Energie und Wasser – besonders bei Elektronik und Textilien, deren Herstellung sehr ressourcenintensiv ist. Gleichzeitig schont Reparieren das Budget: Oft ist es günstiger als ein Neukauf, Secondhand-Angebote sind leistbar und nachhaltig.
Graz repariert: Bestehende Angebote stärken
In Graz gibt es bereits ein starkes Fundament. Mit dem Grazer Reparaturnetzwerk „Graz repariert“ wurde ein breites Netzwerk von Reparaturbetrieben aus unterschiedlichen Branchen aufgebaut. Reparatur-Initiativen werden aktiv unterstützt, Secondhand-Läden gewinnen an Beliebtheit, und Flohmärkte sowie Tauschbörsen werden immer stärker genutzt.
Das Vorhaben: Niederschwellige Zugänge für alle
Damit Reparatur und Wiederverwendung für möglichst viele Menschen selbstverständlich werden, sollen Netzwerke und Angebote weiter ausgebaut werden. Geplant sind unter anderem:
- Reparaturaktionen in Einkaufszentren, etwa Reparaturmeilen
- Regelmäßige Tauschbörsen und Repaircafés in Stadtteilzentren und Grätzltreffs
- Mehr Sichtbarkeit für Flohmärkte, die zu fixen Terminen und Traditionen werden sollen
- Abbau organisatorischer Hürden, damit Mitmachen einfacher wird
So kommen Reparatur und Reuse dorthin, wo Menschen ihren Alltag verbringen – unkompliziert und einladend.
Der Nutzen
Für die Stadt bedeuten Reparatur und Reuse weniger Abfall, eine gestärkte Kreislaufwirtschaft und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Für die Bürger:innen bringen sie Kostenersparnis, einen einfachen Zugang zu Reparatur- und Secondhand-Angeboten sowie mehr Wissen, Austausch und Gemeinschaft im Grätzel.