In Graz landen noch immer zu viele Wertstoffe im Restmüll – und gehen damit für Recycling und Wiederverwendung verloren. Das ist nicht nur schlecht für Umwelt und Klima, sondern auch teuer. Denn: Weniger Restmüll bedeutet niedrigere Abfallgebühren und eine effizientere Kreislaufwirtschaft.
Deshalb wird konsequent daran gearbeitet, Abfall zu vermeiden, richtig zu trennen und Wertstoffe bestmöglich zu nutzen.
Richtig trennen statt wegwerfen
In den vergangenen Jahren wurde die Abfallberatung deutlich ausgebaut – in Kindergärten, Schulen und Wohnsiedlungen. Ergänzend dazu stehen mehrsprachige Informationsmaterialien zur Verfügung, um möglichst viele Menschen zu erreichen.
Nicht vermeidbare Restmüllmengen werden künftig im Energiewerk Graz im Sinne der Kreislaufwirtschaft genutzt und liefern Wärme und Strom für Grazer Haushalte. Klar ist aber: Das Ziel bleibt, Abfall zu vermeiden und Recycling zu verbessern, damit Wertstoffe gar nicht erst im Restmüll landen.
Der Aktionsplan zur Reduktion von Restmüll
Um die Trennquoten weiter zu erhöhen, wird ein umfassender Aktionsplan umgesetzt. Zentrale Maßnahmen sind:
- Intensivierte Abfallberatung, besonders in Siedlungen mit niedrigen Trennquoten
- Ausbau der Beratung in Kinderbetreuungseinrichtungen
- Bewusstseinskampagnen zur Mülltrennung, etwa „Richtig trennen lohnt sich!“
- Kontrollen und begleitende Beratung durch Abfallberater:innen
- Förderung von Mehrweg, z. B. durch die Ausweitung des BackCup-Projekts
- Unterstützung von Reparatur und Wiederverwendung, etwa durch Repaircafés und Tauschbörsen
- Abfallvermeidungs-Offensive bei Veranstaltungen, inklusive richtiger Trennung vor Ort
So wird Abfallvermeidung alltagstauglich und leicht umsetzbar.
Der Nutzen für Graz
Eine konsequente Reduktion von Restmüll stärkt Umwelt- und Klimaschutz, fördert die Kreislaufwirtschaft und macht Graz nachhaltiger. Wertstoffe bleiben im Kreislauf, Ressourcen werden geschont.
Der Nutzen für Grazer:innen
Für die Bürger:innen bedeutet richtiges Trennen vor allem eines: geringere Müllgebühren. Gleichzeitig entsteht das gute Gefühl, aktiv zum Umwelt- und Klimaschutz beizutragen – ganz einfach im Alltag.