Sonnenstrom für Straßenbahn und Schulen

Die Energiewende beginnt auf den Dächern der Stadt. Mit dem Photovoltaik-Masterplan 2024 wurde ein klarer Kurs eingeschlagen: Mehr Sonnenstrom für Graz – sauber, regional und unabhängig. Das bisherige Ziel, ein Drittel des städtischen Strombedarfs mit Photovoltaik zu decken, reicht nicht aus. Der Anspruch ist höher: Mindestens 50 Prozent des Strombedarfs sollen künftig aus Sonnenenergie kommen.

Klare Prioritäten beim Ausbau von Photovoltaik

Der Ausbau folgt einem klaren Prinzip: Dachflächen und versiegelte Flächen haben Vorrang vor Freiflächen.

Konkret bedeutet das:

  • Kein städtischer Neubau ohne Photovoltaik-Anlage
  • PV-Integration bei Gebäudesanierungen, inklusive Fassaden-PV, wo technisch möglich
  • Nutzung von Parkplätzen und versiegelten Flächen
  • Freiflächenanlagen nur bei gleichzeitiger ökologischer Aufwertung oder in Kombination mit Agri-PV
  • Möglichkeit von Energiegemeinschaften für Anrainer:innen im Umfeld neuer Anlagen
  • Kooperationen mit Unternehmen, etwa bei Einkaufszentren oder großen Parkplatzflächen

So entsteht ein intelligenter, nachhaltiger Ausbau der Solarenergie – mit Mehrwert für die Stadt und ihre Bevölkerung.

Sonnenstrom für öffentliche Infrastruktur

Der lokal produzierte Solarstrom versorgt künftig verstärkt Straßenbahnen, Schulen und weitere städtische Einrichtungen. Das reduziert Energiekosten, schützt vor Preisschwankungen am Strommarkt und stärkt die regionale Energieversorgung.

Gleichzeitig werden Bürger:innen und Unternehmen motiviert, selbst in erneuerbare Energien zu investieren. Mit dem städtischen Umweltförderungsprogramm werden auch PV-Gemeinschaftsanlagen aktiv unterstützt.

Der Nutzen

Für die Stadt bedeutet der Ausbau von Photovoltaik eine deutliche Entlastung des Budgets, geringere Energiekosten, mehr Unabhängigkeit vom volatilen Strommarkt und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz durch sinkende CO₂-Emissionen.

Für die Bürger:innen eröffnet sich die Möglichkeit, Teil von Energiegemeinschaften zu werden und von sauberem, lokal produziertem Sonnenstrom zu profitieren – etwa für Schulen, Straßenbahnen und andere öffentliche Einrichtungen.

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