Ein leistungsfähiger öffentlicher Verkehr braucht ausreichend Platz für alle Fahrgäste. Um die Mobilitätsziele in Graz zu erreichen und den Umstieg auf Bus und Straßenbahn attraktiver zu machen, werden die Kapazitäten im Busverkehr gezielt erhöht.
Größere Busse statt dichtere Intervalle
In Graz sind derzeit über 170 Busse im Einsatz – sowohl Solobusse als auch Gelenkbusse. Während Solobusse mit 12 Metern Länge rund 65 Personen befördern können, bieten Gelenkbusse mit etwa 18 Metern Länge Platz für über 100 Fahrgäste.
Der effizienteste Weg, um mehr Kapazität zu schaffen, ist der schrittweise Ersatz von Solobussen durch Gelenkbusse. Diese kommen gezielt dort zum Einsatz, wo der Bedarf besonders hoch ist – etwa auf stark frequentierten Linien oder zu Stoßzeiten.
Der große Vorteil: Die Kapazitäten steigen, ohne dass Intervalle verdichtet werden müssen. So braucht es keine zusätzlichen Fahrzeuge und kein zusätzliches Fahrpersonal. In einem ersten, bereits beschlossenen Schritt werden 30 Solobusse durch Gelenkbusse ersetzt.
Effizient, wirtschaftlich und alltagstauglich
Diese Form der Kapazitätssteigerung ist nicht nur wirkungsvoll, sondern auch die kostengünstigste Möglichkeit, den öffentlichen Verkehr spürbar zu verbessern. Mehr Platz in den Bussen reduziert Überfüllung, erhöht den Komfort und macht den Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Verkehr attraktiver.
Der Nutzen
Für die Stadt bedeutet die Steigerung der Buskapazitäten einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Mobilitätsziele und eine effiziente Nutzung vorhandener Ressourcen.
Für die Bürger:innen bringt sie mehr Platz, mehr Komfort und entspannteres Fahren – gerade zu den Hauptverkehrszeiten.