Andritz zählt zu den hochwassergefährdetsten Bezirken in Graz. Mehrere schwere Hochwasserereignisse in den vergangenen Jahrzehnten haben gezeigt, wie groß das Risiko für Menschen, Gebäude und Infrastruktur ist. Umso wichtiger ist ein konsequenter und langfristiger Hochwasserschutz.
Mit dem SAPRO Bäche wurde in den letzten Jahren bereits ein Großteil der notwendigen Maßnahmen umgesetzt. Damit ist ein Vollschutz bis HQ100 – also gegen ein hundertjährliches Hochwasser – in absehbarer Zeit realistisch. Die Bevölkerung in Andritz kann so im Rahmen des Machbaren bestmöglich geschützt werden.
Schritt für Schritt zum Vollschutz
Auch wenn die Bundeswasserverwaltung für die Umsetzung zuständig ist und die Stadt keine formale Umsetzungsgarantie geben kann, werden die nächsten Schritte konsequent vorangetrieben. Ziel ist es, bestehende Schutzmaßnahmen zu vervollständigen und Schwachstellen zu schließen.
Aktuell und in den kommenden Jahren stehen folgende Projekte im Fokus:
- Linearausbau Schöckelbach BA 4 bis zur Stadtgrenze, inklusive Radweg
→ in Bau, Fertigstellung Herbst 2025 - Rückhaltebecken Weinitzen 1 (Schöckelbach)
→ in Projektentwicklung und Planung - Linearausbau Andritzbach von der Weinzottlstraße bis zur Andritzer Reichsstraße
→ in Planung und Einreichung - Linearausbau Falkenbach
→ in Planung und Einreichung - Linearausbau Stufenbach im Bereich Rainleitenstraße
→ laufende Grundeinlöseverhandlungen
Diese Maßnahmen erhöhen nicht nur die Sicherheit, sondern verbessern auch die ökologische Qualität der Gewässer.
Mehr als Schutz vor Hochwasser
Moderne Hochwasserschutzprojekte verbinden Sicherheit mit Ökologie. Durch Renaturierungen entstehen neue Erholungsräume, Bäche werden ökologisch aufgewertet und das Kanalsystem wird entlastet. Hochwasserschutz wird so zu einem Gewinn für den gesamten Bezirk.
Der Nutzen
Für die Stadt bedeutet der Ausbau des Hochwasserschutzes den Schutz von Menschen und Objekten, eine ökologische Aufwertung der Bäche, neue Naherholungsräume und eine Entlastung der Kanalisation.
Für die Bürger:innen bringt er vor allem eines: Sicherheit vor Hochwasserschäden und einen besseren Zugang zu naturnahen Räumen direkt im Wohnumfeld.